
Pfarrjubiläum der
Pfarre St. Mariä Empfängnis Dorff
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In einem festlichen Hochamt feierte die Pfarrvikarie St. Maria Empfängnis Dorff in der frisch renovierten Pfarrkirche am 14.03.2004 ihr 90-jähriges Bestehen.
In seiner Begrüßungsansprache gab Pfarrer Lühring einen kurzen historischen Abriss der Pfarrvikarie Dorff. Sie wurde am 1.4. 1914 gegründet. Mit Wirkung vom 13.3.2004 wurde sie laut einer Urkunde von Bischof Mussinghoff aus Aachen zur Pfarre erhoben. In seiner Predigt lud Pfarrer Lühring die Kirchenbesucher zu einem virtuellen Rundflug über Dorff in einem Ballon ein. Jeder würde sicherlich zuerst sein Haus suchen, dann die Häuser seiner Nachbarn und die Wege und Straßen, die diese Häuser verbinden. Irgendwann würde auch der Blick auf den Lindenplatz fallen, auf dem wir im letzten Jahr die 825-Jahrfeier begangen haben. Schließlich käme auch der Kirchturm unserer kleinen Kirche ins Blickfeld, der wie ein Fingerzeig darauf hinweist, dass wir das alles unserem Herrgott zu verdanken haben. Assistiert wurde Herr Lühring von Pfarrer Harperscheid, der in der priesterlosen Zeit in Dorff sehr oft den Gottesdienst abhielt. Am Ende der Messe dankte Pastor Lühring vor allem dem Kirchenchor St. Cäcilia aus Breinig für den vorzüglichen Gesang, sowie Karen Yarazyan an der Violine, Martin Jung am Cello, Hanni Grawinkel an der Orgel und Franz Körfer am Continuo und für die Leitung der musikalischen Gestaltung des Festgottesdienstes.
Anschließend wurde in der Schützenhalle weiter gefeiert. Nachdem Hans Oebel als Hausherr der Schützenhalle die Anwesenden, unter ihnen auch einige politische Vertreter der Stadt Stolberg, begrüßt hatte, bot er Herrn Lühring für die Zukunft die Halle für jedwede Veranstaltung der Kirche kostenlos an. Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Edeltraud Radermacher ergriff danach das Wort. Sie referierte kurz über die Geschehnisse des Jahres 1914, wie den Beginn des 1. Weltkrieges und die Ernennung Dorffs zur Pfarrvikarie. Interessant waren auch ihre Ausführungen über die Preise der Dinge des täglichen Lebens und den Verdienst der einzelnen Berufsgruppen zur damaligen Zeit.
Dass Dorff nun Pfarre statt Pfarrvikarie ist, habe zunächst keine kirchenrechtlichen und vermögensrechtlichen Folgen, aber zwei Kleinigkeiten ändern sich doch, fuhr sie fort. Der Vorsitzende des Kirchenvorstandes braucht drei neue Stempel und Pfarrer Lühring ist der erste Pfarrer in Dorff, da seine Vorgänger nur Pfarrvikare waren. Zum Schluss dankte sie allen Helfern, vor allem Paul Idon, für die Zusammenstellung der Bilder und Zeitungsartikel aus alten Zeiten, die die Besucher im Anschluss an zwei Pinwänden bewundern konnten. Sie ließen u.a. alte Fronleichnamsfeste, Karnevalsfeiern und die Erneuerung des Kirchturms wieder aufleben. Viele nahmen die Gelegenheit wahr, ihre Erinnerungen aufzufrischen.
Nach Frau Radermacher beglückwünschte Dechant Doncks alle Dorffer, den ersten Pfarrer von Dorff und den Pfarrgemeinderat zur Pfarre Dorff und wünschte für die Zukunft alles Gute. Pfarrer Harperscheid schloss sich den Glückwünschen an. Er erzählte, er habe sich in Dorff immer sehr wohl gefühlt und unter den Kollegen, die in Dorff vertretungsweise Gottesdienste abgehalten haben, sei der Tenor gewesen: In Dorff, da ist es schön. Der stellvertretende Bürgermeister überbrachte die Glück- und Segenswünsche der Stadt Stolberg und versprach dem Vorsitzenden des Kirchenvorstandes Herrn Junker, die Kosten für die Siegel zu übernehmen, was mit tosendem Applaus quittiert wurde. Zum Schluss ergriff Pfarrer Lühring das Wort. Er sagte, die Gemeindereferentin Frau Jansen und er hätten mit Dorff einen guten Fang gemacht und sie würden sich in Dorff sauwohl fühlen. Er sprach mit allen Anwesenden ein Tischgebet und wünschte allen einen guten Appetit auf die leckere Suppe. Pfarrer Harperscheid stimmte dann noch ein Geburtstagsständchen für Pfarrer Lühring an, bei dem alle kräftig mitsangen. Gegen 14.00 Uhr endete das sehr schöne Fest. Text und Bilder: A. Reichert |
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